Religions-GK, Herr Szallies



Als die Schüler unseres Kurses zu Beginn der 12ten Klasse auf ihre Stundenpläne schauten, erblickten sie mit Freuden: Religion (evangelisch) bei Ernst-Ullrich Szallies.
Für viele war dies ja schon eine Art TRADITION!! Und jeder wusste, drei Stunden Entspannung in der Woche würden durchaus von Vorteil sein. Man konnte in Ruhe seine Hausaufgaben für die nächsten Stunden erledigen, man konnte Musik hören oder nett mit dem Tischnachbarn plaudern. Doch ab und zu blickte man dann auf, um unserem lieben Herrn Szallies bei weltbedeutenden theologischen Diskussionen und Theorien von Bultmann, Sölle und Feuerbach zuzuhören und dazu einige „intelligente“ Bemerkungen zu machen.
Würde jemand fragen, ob einer bei uns im Kurs ein Heft besessen hätte, dann würden wohl 99% mit nein und eine kleine Minderheit von 1% mit ja antworten. Aber was schließen wir schlau wie wir sind daraus, wir brauchten es nicht, wir konnten es auch so!!
Um dem Unterricht kleine lockere Beilagen zu servieren, gab uns Herr Szallies zahlreiche Einblicke in sein Privatleben. Insbesondre am Liebesleben seines begabten, genialen Sohnes, waren viele weibliche (aber auch männliche) Schüler sehr interessiert. So waren sie stets bemüht dem „Junior“ viele nützliche Flirttipps, durch den fürsorglichen Vater mitzuteilen, da der ja sicher mal ein paar liebe Enkelkinder haben möchte und wir alle ihm das von Herzen gönnen würden. Hoffen wir, dass er sie eines Tages haben wird! Und falls einer mal sein Radio repariert haben möchte, weiß „Junior“ Rat, denn er ist Spezialist darin.
Jedem von uns ist, denken wir, klar, dass Herr Szallies über ein enormes Wissen in vielen Richtungen verfügt, und dies versuchte er uns in den Fünfminutenpausen, so wie auch noch in den Minuten, nachdem es schon geschellt hatte preiszugeben, doch die Zigarette oder das Pausenbrot trieb alle manchmal schon zehn Minuten vor dem Klingeln nach draußen. Dafür möchten wir uns nun entschuldigen, denn so sind uns sicherlich wichtige Thesen von Sartre, Freud und Kant verloren gegangen.
In 13/2 zauberte Herr Szallies aus seiner Schatzkiste zwei Filme, die uns auch außerhalb des Unterrichts begleiten sollten. Mit dem „Breakfast Club“ erreichte er unsere allgemeine Begeisterung, doch „Anatevka“ (TRADITION), erweckte unsere musikalische Ader, und wir schunkelten und sangen tüchtig mit!
Abschließend möchten wir festhalten, dass uns der Unterricht von Herrn Szallies letztendlich doch zu Gute kam und uns immer in Erinnerung bleiben wird.

P.S: Vielen Dank Herr Szallies, dass sie so human waren und uns zwei Jahre lang kaum mit Hausaufgaben belasteten, im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen!!