Mathematik LK, 1. Leiste, Frau Held

Der Mathe LK
von links nach rechts: Arne Grötsch, Sven Richter, Tobias von Mach, Oliver Methfessel, Bernd Ruppert, Lars Opfer, Alexandra Exner, Andreas Beher, Katharina Schulze-Falck, Sebastian Schön, Alexander Grimm, Lars Lau, Ulrich Weimer, Sebastian Barbe, Constanza Lehmann, Nil Inceören, Marc Büssing, Stefan Sponholz

Wo bitte geht's hier zum Bahnhof?

oder?

„Das hab ich eben grad mal gemacht, weil ich ein unheimlicher Rechenkünstler bin“


„Also damit ihr's gleich wisst. Ich fahr nicht mit euch auf Kursfahrt!“
Dies hörten wir erbaulicherweise auf unserem Mathe-LK Vortreffen, noch in der 11.Klasse. Danach war unsere einzige Befürchtung, dass wir nicht wegfahren würden und unsere Aufmerksamkeit ließ stark zu wünschen übrig. DAS WAR EIN FEHLER. So verpassten wir nämlich folgende Begriffe: „konsequentes Arbeiten“ und „durchackern bis zum Schluss“, die nach Frau Helds Vorstellung unsere Arbeitsweise in der Oberstufe bestimmen sollten.
So kam eins zum anderen, viele enthusiastische Schüler (22 an der Zahl) wählten Mathematik zu ihrem ersten Leistungskurs, dabei erkannten wir nicht (dank unserer Aufmerksamkeit beim Vortreffen), dass Frau Held ihre eigene Vorstellung vom Unterricht hat. Zitat: „Ich bin doch auf euch angewiesen, wenn ihr es nicht rechnet, können wir doch hier keinen Unterricht machen“. Oft meinte Frau Held allerdings auch: „Ich hab's euch doch schon erklärt.“
Bei uns galt aber eher die Formel:
z = a + bi
wobei z = Scheitern , a = schlechtes Grundwissen , b = Erklärungsnotstand , i = 1000
Ohne Constanza und Lars wären wir völlig aufgeschmissen gewesen, und die Masse erkannte, dass auch Lehrer noch so einiges von ihren Schülern lernen können.
Im Grunde hieß das nichts anderes als, dass Frau Held ihre Erwartungen geringfügig absenken musste. Ach ja ... und wir auch.
Diese Schilderungen sind natürlich (schülertypisch) leicht übertrieben („Der Lehrer ist Schuld“). Irgendwie überstanden wir Analysis, analytische Geometrie und noch so ein bißchen was, und kamen nun wirklich in die 13. Klasse. Gleich zum Einstieg kam es zu einer Woche „Urlaub“: durchzechte Nächte, pöbelhaftes Benehmen, ... gerade so wie das schon seit hundert Jahren ist und immer sein wird (Zitat Frau Russ). Frau Schmidt verstand allerdings unter einer Kursfahrt: intensivste Vorbereitung auf alle nur erdenklichen kulturellen Sehenswürdigkeiten, immer schön den Teller leer essen und um 10h brav ins Bett gehen (ins eigene natürlich). Was dabei rauskam ... na ja lest den Kursfahrtbericht.
Zurück im kalten Deutschland erwartete uns Stochastik!
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 98% war das unser aller „Lieblingsthema“, wenn auch unter einer Irrtumswahrscheinlichkeit von e>0,2. Unser Aufenthalt an der Leibnizschule klang im Komplexen langsam aus, und 18 Wackere warten, hoffen, bangen ... werden wir uns jemals wiedersehen?
Zumindest haben wir unser Möglichstes probiert...... Frau Held zum Kaffeetrinken zu überreden.


„Frau Held, der Erklärbär“


Irgend eine tausendste Stunde Mathe LK mit Frau Held:

Ein neues Thema stand auf der Tageskarte, namens komplexe Zahlen. Frau Held war wie immer mit ihren Gedanken schon drei Stunden weiter und skizzierte krampfhaft irgendetwas an die Tafel, was keine Menschenseele verstand. Manche hatten schon abgeschaltet, andere versuchten die Hausaufgaben für diese Stunde noch nachzuvollziehen und nur noch wenige tapfere starrten mit einem leeren, verständnislosen Blick an die Tafel. Woraufhin Ulli es wagte eine Frage zu stellen, die man niemals, wirklich niemals, in ihrem Unterricht stellen sollte:

Ulli (vorsichtig!!!): Entschuldigen Sie, Frau Held, könnten Sie vielleicht nochmals erläutern, was Sie gerade an die Tafel skizzierten, ich habe nicht ganz verstan....
Held (forsch):...Och nöö, Ulli, ich erkläre es nicht noch einmal!
Ulli:Ist z gleich einer reellen Zahl? Und was hat i damit zu tun?
Held:Ulli, damit sehe ich mal wieder, dass du überhaupt keine Ahnung hast.
Ulli (zögernd):Dann erklären sie es mir doch...
Held (erregt):Mensch, Junge, lies es im Buch nach. Ich bin es Leid immer wieder das Gleiche zu erzählen.
Ulli (schlau):Wir haben das neue Thema doch gerade erst neu begonnen, d.h. Sie haben es erst einmal versucht uns näher zu bringen.
Held (einsehend):Ahhh, du bist mir einer. Also..., wer erklärt es ihm?
Ein Schweigen durchschleicht die Klasse???
Ulli (erleichtert):Sehen Sie, Frau Held, es hat keiner verstanden, so wie Sie es uns erklärten.
Held (genervt):Komm, komm,... jetzt werde nicht zikkisch...
Ulli: Aber...
Held:Ja, ja, jetzt bin ich es wieder schuld. Wenn mein Mann wüsste, was wir hier für einen Kinderkram machen, der würde gerade...!?!
Es klingelt, alle atmen erleichtert auf und gehen aus dem Raum.
Held:Hey, kommt alle wieder zurück und stellt eure Stühle hoch.