Gemeinschaftskunde LK, 2. Leiste, Herr Fett

Der Gemeinschaftskunde LK
von links nach rechts: Simone Maxeiner, Herr Fett, Nina Jäger, Jenny Whitmore, Vanessa Schleider, Hannah Rose, Nil Inceören, Jan Funk, Anna Schulz, Ulrich Weimer, Alexander Grimm, Lucas Nickerl, Lars Lau, Tobias von Mach, Benedikt Burkhardt



Als Herr Fett sich dazu bereit erklärte, den 2. GK Leistungskurs zu übernehmen, wurden die rund 30 Bewerber in zwei Gruppen geteilt und unser Unterricht konnte beginnen...
Zu unserer Überraschung hatte Herr Fett sich das berühmt berüchtigte Prinzip der "Kreuzchenleiter" abgewöhnt, so dass uns Schmeicheleien bezüglich seiner "schicken" Krawatte oder seiner vorzüglichen Haarpracht erspart blieben.
Herr Fett führte seinen Unterricht stets mit großer Begeisterung und Disziplin durch, so kam es dann auch, das unsere GK Stunden meist nur dann nicht stattgefunden haben, wenn er mal wieder eines der Weiterbildungsseminare besuchte, von denen er uns dann auch immer mit großem Interesse berichtete. Bezüglich der Hausaufgaben vertrat Herr Fett prinzipiell nur eine Auffassung. Schlechte Nachrichten zu Beginn der Stunde wie "Ich habe die Hausaufgaben nicht" waren für ihn die reinste Katastrophe und so schwieg die Klasse dann auch immer. Doch zu unserem Unglück geschah es des öfteren, dass er seinen Rundgang machte und wenn er dann einen Faulenzer ertappte ließ er keine der vielen Entschuldigungen zu, man sollte lediglich sagen "Ich schäme mich". Wenn sich die Blicke der Schüler beim Hausaufgabenvorlesen wieder einmal starr nach unten richteten und bedrückendes Schweigen herrschte, gönnte sich Herr Fett zur Beruhigung erst einmal ein "Fishermansfriend" und wie so oft musste dann Nina J., die letzte Hoffnung des Leistungskurses, herhalten. Da Herr Fett auch ein sehr praxisbezogener Mensch ist, haben wir neben den Pflichtprogrammen wie die Wirtschaftswoche bei Dyckerhoff (die für jeden Schüler am Morgen erst einmal mit der Schöpfung der gestellten Getränkevorräte begann) auch andere politische Institutionen besucht wie den Hessischen Landtag und das Europaparlament in Straßburg.
Herr Fett ist kein Kind von Traurigkeit und sorgte im Unterricht immer wieder für eine humorvolle Atmosphäre, z.B. als er uns das Geschenk seiner kleinen Tochter unangekündigt vorführte und die Stunde plötzlich von einer Weihnachtsmelodie unterbrochen wurde, die aus seinen Socken heraustönte. Immer wieder amüsant war auch Herr Fetts oft erwähnte Einstellung zu amerikanischen Konsumgütern wie dem "Capy" von Lucas, bei dessen Anblick er jedesmal in Entsetzen darüber geriet, wie "veramerikanisiert" die heutige Jugend doch sei.
Im Bezug auf unsere Klassengemeinschaft ist zunächst zu sagen, dass unser Kurs am Ende der 12 von 17 auf 15 Mitglieder geschrumpfte, da sich Sabri und Sabrina dazu entschlossen hatten die Schule zu verlassen. In der 13 kam Alexander I. zu uns in den Kurs, der uns jedoch mit seiner Anwesenheit nicht oft beehrte. Schließlich mussten wir mit großem Bedauern, auch wegen seiner graphischen Künste an der Tafel, Theo V. nach dem ersten Halbjahr der 13 verabschieden, da waren es nur noch 15. Für allgemeine Belustigung während des Unterrichtes sorgte immer wieder unser lieber Freund Uli W., sei es weil er grundsätzlich immer zu spät in der Klasse eintraf, meistens mit eher dürftigen Arbeitsmaterialien, aber dafür mit einem sehr ausgewogenen Frühstückspaket (Cola, Brötchen, Tic Tac) oder weil er in regelmäßigen Abständen mindestens eine halbe Unterrichtsstunde damit verbrachte, Diskussionen mit Herr Fett anzuzetteln.
Alles in allem kann man sagen, dass die zwei Jahre mit Herrn Fett immer informativ und amüsant waren.

Vanessa Schleider
Hannah Rose
Ulrich Weimer