Geschichte LK, 1. Leiste, Frau Schade

Der Geschichte LK
von links nach rechts: Dimitar Tévcév, Frau Schade, Katrin Renner, Barbara Wenker, Elyas Bozan, Julia Eymann, Thomas Schimmer, Martina Ganss, Cathrin Adam, Philipp Sommer

Wenn´s mal wieder länger dauert......
Ein Kursbericht über den Geschichte Leistungskurs bei Frau Schade

Anno dazumal im Jahre 2000 fanden sich zwölf mutige Schüler ein, um das Großprojekt „2 Jahre Geschichte extrem“ in Angriff zu nehmen. Später sollte ihre Zahl auf zehn schrumpfen. Noch völlig unbedarft lauschten sie den verheißungsvollen Versprechungen ihrer Großmeisterin Frau Schade. Da wurde von „lebendiger Geschichte“, mehrtägigen Seminaren oder historischen Filmen gesprochen. Für einen Geschichte LK klang das alles durchaus annehmbar. Doch die Ernüchterung sollte bald folgen...
Vera-wir-machen-heute-durch-Schade definierte „lebendige Geschichte“ anders als ihre zwölf tapferen Knappen, denn „lebendig“ war vor allem der Umfang ihrer Hausaufgaben. Das die mehrtägigen Seminare am Wochenende und die Filmstunden an eigentlich unterrichtsfreien Nachmittagen stattfinden sollten, hatte ihnen vorher auch niemand verkündet. Sie sollten bald merken, dass ihre Lehrkraft nicht bereit war, wertvolle Unterrichtszeit zu verschenken, so wurde „5-Minuten-Pause“ für die nicht mehr ganz so tapferen Schüler bald zum Fremdwort.
Auch das Klingelzeichen war noch lange kein Grund, den Unterricht zu beenden. Doch mit der Zeit erwachte der Kampfgeist der Gemeinschaft. Durch lautstarke Forderungen einer Pause, gelang es ihnen immer öfter ihrer Großmeisterin 5 Minuten ihrer kostbaren Zeit abzutrotzen. Auch demonstratives Zusammenräumen nach offiziellem Unterrichtsschluss zeigte erste Erfolge.
Es gab auch Lichtblicke. Die überaus motivierenden Notenbesprechungen zum Beispiel. „Mündlich waren sie eigentlich gut, aber um sie für das zweite Halbjahr zu motivieren, gebe ich ihnen zwei Punkte weniger!!“ Doch durch eine ausgefeilte Taktik gelang es unseren Helden mit der Zeit die magische 10 Punkte Schallmauer zu durchbrechen.
Auch die allseits beliebten Seminar Wochenenden in Ludwigshafen und Nürnberg gestalteten sich durch eine geschickte Verzögerungsstrategie (Für die Fahrt nach Ludwigshafen brauchten vier verirrte Schäflein statt normalerweise einer halben Stunde, geschlagene vier Stunden, aus Versehen natürlich!!) und einer trotzigen Verweigerungshaltung (Eine Mitstreiterin sah sich in Nürnberg gezwungen ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen) durchaus sehr lustig.
Doch trotz all dieser Widrigkeiten war es eine amüsante Zeit, in der wir einiges zu lachen und zu lernen hatten. Schließlich lernten wir auch unsere „Großmeisterin“ trotz all ihrer Macken schätzen, auch wenn´s mal wieder länger dauerte....