Französisch LK, 2. Leiste, Frau Seier-Bachelin

Der Französisch LK
von links nach rechts: Consiglia Buda, Katrin Renner, Maria Buda, Elyas Bozan, Christine Slezak, Stefan Sponholz, Youn-Zuh Rim, Frau Seier-Bachelin, „2 Auswärtige“, Sandra Stöhr, Ramona Geier, Christiane Wolf, Melanie Olschewski, Jasmin Wesselhöft



Schweigen!! Aha, hier kann nur der Franz-LK bei Frau Seier-Bachelin gemeint sein. Unser Retter in der Not, wie so oft: Stefan. Einer der beiden männlichen Vertreter in einem Haufen von 12 Weibern, von denen 2, Ourda und Christiane, zwar zu anderen Wiesbadener Schulen gehörten, jedoch bei uns "Asyl" fanden. Frau Seier-Bachelin, scheinbar hochmotiviert, begrüßte uns immer mit einem kräftigen "Bonjour". Doch viel zu oft lief der Unterricht tatsächlich wie oben beschrieben ab. Toujours Ourda et Stefan! Dies lag wohl daran, dass die meisten nur relativ wenig verstanden und sich lieber über den neuesten Tratsch mit dem Tischnachbarn unterhielten. Der Versuch, uns mit einem "doucement, doucement" wieder in den Unterricht einzubinden, gelang meist nur kurzzeitig. Im Großen und Ganzen war der Unterricht erträglich, abgesehen von den Freitagsstunden. Frau Seier-Bachelin wartete extra für uns 2 Freistunden ab, um in der 7.Stunde eine Grammatik-Lektion abzuhalten. Diese bestand nicht selten daraus, dass Frau Seier-Bachelin uns die entsprechende Lektion aus unserem beliebten roten Buch vorlas, was jeder hätte in 10 Minuten zuhause erledigen können. So gesehen hätten wir uns diese Stunde sparen können, wäre da nicht der übliche Vokabeltest gewesen. Dieser umfasste zum Teil 120-150 Wörter, was dazu führte, dass der Test hin und wieder verschoben wurde, da mal wieder ein Großteil nicht gelernt hatte. Leider waren auch nur gut die Hälfte der Vokabeln tatsächlich brauchbar. Aber was soll's, schließlich waren wir ein LK, n'est-ce pas!?
Auch passierte es gelegentlich, dass Frau Seier-Bachelin mit den ausgewählten Lektüren etwas an unserem Interessengebiet vorbeigriff, so dass wir teilweise nur schleppend und in deutscher Sprache vorankamen. Doch nach "Madame Bovary" gleich zu Beginn von 12/1 schockierte uns fast nichts mehr! So kam es, dass man einen Teil des Kurses mittlerweile durchaus als Sartre-Fans bezeichnen könnte. Dem Eifer unserer Lehrerin mit dem Unterrichtsstoff durchzukommen haben, wir es zu verdanken, dass wir es immerhin ein Mal in 2 Jahren schafften, dem sowohl bekannten als auch beliebten "Chat d'or" einen Besuch abzustatten.
Wie gesagt - eigentlich können wir mit diesen 2 Jahren Franz-LK zufrieden sein und auch mit Frau Seier- Bachelin hatten wir viel Glück - nich!?

Katrin Renner