Deutsch LK, 2. Leiste, Herr Ertz

Der Deutsch LK
von links nach rechts: Marc Fehlinger, Thomas Schimmer, Marcel Stenglein, Maike Schneider, Barbara Wenker, Katharina Schopf, Herr Ertz, Isabelle Stein



- Mehr oder Weniger -

Die Wahl für den Deutsch Leistungskurs bei Herrn Ertz hat aus dieser Gruppe niemand freiwillig getroffen, da der Kurs erst aus dem anderen, überfüllten Deutschleistungskurs entstand. Es fanden sich zu Beginn des 1. Halbjahres der 12. Klasse in Raum 410 einige Leute zusammen. Die Furcht war groß, der Schreck noch größer, doch relativieren sich solche Empfindungen immer mit der Zeit - mehr oder weniger. Zu Anfang noch zu zwölft, formierte sich nach der 12. Klasse der "Luxuskurs" des Jahrgangs. Fragen, was am Soundsovielten vor soundsovielen Jahren wo passiert ist, konnte zu Beginn noch kaum einer beantworten, was sich jedoch bald änderte - im nächsten Jahr, denn: die Daten hat man sich ja aufgeschrieben - mehr oder weniger.
Schon in der zweiten Stunde begann die Protokollrunde, die weniger als mehr an ihrem Niveau und Arbeitsaufwand verlor. Anekdoten reichen von Telefongesprächen von 22:00 bis um 03:00 Uhr, allerdings auch von morgentlichen Besuchen, um das Opus noch auszudrucken, bis hin zu völliger Resignation und Hinnahme der Kritik (letzeres ist hauptsächlich in 13 II aufgetreten).
Man muß hier eine Entwicklung feststellen, da das Optimum eines Protokolls aus 12 I dem Minimum eines aus 13 I entsprach, was jedoch die Kritikfähigkeit keineswegs einschränkte - das Werk fand immer Kritik, mehr oder weniger.
Zusätzlich schaffte es niemand aus dem Kurs, Herrn Ertz' Radioempfehlungen nachzukommen und ab halb fünf Uhr Morgens HR 1-8 zu hören :).
Wenn Herr Ertz auf dieses Thema zu sprechen kam, oder etwas anderes, Kulturgeschichtliches fragte - was mehr oder weniger oft abstrus klang - musste er des öfteren eine Antwort wie: "Ägypten!?" vernehmen - "Si tacuisses, philosophus mansisses!".
Um Fundamente deutscher Kultur aufzuarbeiten, unternahmen beide Deutsch Leistungskurse eine Exkursion nach Weimar - die Goethe und Schiller Stadt. Weniger lag es an uns, mehr vielleicht am Genius loci Weimars, der uns beflügelte - im Endeffekt aber höchst wahrscheinlich an Herrn Ertz, dass wir all diese Informationen der Bier-Börse freiwillig vorzogen.
Wir müssen uns an dieser Stelle selbst loben, ohne hybrid wirken zu wollen, denn obwohl wir das Maximum an Wissen und Kultur aufgenommen haben, hat der Spaßfaktor der Fahrt in der "Peer-Group" nicht im geringsten darunter gelitten.
Im Laufe der Zeit stellte sich im Leistungskurs Routine ein, was wir zu Beginn der Oberstufe nie für möglich gehalten hätten. Das Schreiben des Protokolls, das Daten-Dropping - alles wurde einfacher - mehr oder weniger. Ehrlich gesagt war und ist es auch ein gutes Gefühl, dass das eigene Wissensspektrum zunahm, das Allgemeine, sowie das Literarische. Um die Routine nicht zur Langeweile werden zu lassen, sorgte jede menge Situationskomik für Auflockerung in der "Master - Servant - Relationship" - wir entschuldigen uns als Deutsch Leistungskurs Schüler für die Verwendung von Anglizismen, doch tralalalala... .
Auch wenn manch einer mit dem schwarzen Humor von Herrn Ertz nicht immer zurecht kam, kann man doch ein positives Resumée ziehen, da wir nun wissender und erkennender geworden sind, so dass wir uns bereit fühlen - mehr oder weniger - unser Abitur zu schreiben.
Wir bedanken uns bei unserem Tutor und versichern: "Parta tueri"

der Deutsch LK

Marcel Stenglein
Thomas Schimmer